
Innovationsraum Jackerath
Das grüne Drehkreuz für Gewerbe, Energie und Lebensqualität
An der südlichen Seite des Tagebaus Garzweiler befindet sich die Titzer Ortschaft Jackerath, in deren Nähe zudem das gleichnamige Kreuz der Autobahnen 46 und 61 liegt. Dieser Raum spielt in der Masterplanung für den Garzweiler See eine wichtige Rolle: Geplant ist unter anderem der große technische Hafen für den See und aufgrund der zentralen Lage ein eigener Innovationsstandort. Dabei geht es um die Projektierung eines interkommunalen Gewerbegebiets, dessen Potenzial sich mit den anstehenden Veränderungen in den kommenden rund 40 Jahren voll entwickeln kann. Beteiligt an bisherigen Arbeiten zur Erstellung einer Konzeptstudie im Jahr 2026 waren neben verschiedenen Mitgliedskommunen des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler unter anderem die Wirtschaftsförderungen der Kreise Düren und Heinsberg sowie RWE Power. Die vorliegende Studie entstand durch das Planungsbüro Astoc.
Sehr gute Rahmenbedingungen für interkommunales Gewerbegebiet

Illustration: ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS
Das Areal in Jackerath entfaltet sein Potenzial durch die direkte Nähe zur Autobahninfrastruktur, aber auch durch die besonders attraktive Lage am entstehenden See. Neben der jahrzehntelangen zeitlichen Perspektive der Entwicklung haben die Fachleute bei der Erstellung der Konzeptstudie ausführlich weitere laufende Projekte wie den Brainergy Park in Jülich und die angrenzend geplanten Rechenzentren berücksichtigt.
Im Ergebnis kommt die Studie zu dem Schluss, dass insbesondere die zentrale Lage mit der sehr guten Anbindung und dem künftigen See die projektierten Flächen zu einem einzigartigen Gewerbestandort im gesamten Rheinischen Revier machen werden und Chancen für Freizeit und Tourismus bieten. In mehreren Zeitscheiben ist eine stufenweise Erschließung und Entwicklung von Anfang der 2030er Jahre bis etwa zum Jahr 2070 zu favorisieren.
Green Energy Hub: Autohof der Zukunft

Pionierprojekt im Strukturwandel: Konzeptstudie des „Autohofs der Zukunft“, der als erster Baustein des neuen Gewerbegebiets in Jackerath entstehen soll. Illustration: inno2grid
Die Ortschaft Jackerath soll durch die Schaffung von Geschosswohnungsbau auch als Wohnstandort gestärkt werden. Der ebenfalls am Standort geplante „Autohof der Zukunft“ – Green Energy Hub – ist als möglicher erster Entwicklungsschritt angedacht.
Der Green Energy Hub steht beispielhaft für die Entwicklung integrierter Energiesysteme. Das ebenfalls 2026 vorgelegte Konzept für den Autohof bündelt Energieerzeugung, -umwandlung, -speicherung und -nutzung auf engem Raum. Die Studie – von inno2grid gemeinsam mit PRSch Architektur erstellt – untersucht, wie der Autohof der Zukunft ausgestaltet sein sollte und welchen Beitrag er zur Standortentwicklung leisten kann. Als Teil des Strukturwandels im Rheinischen Revier soll er modellhaft aufzeigen, wie Autohöfe für Elektro- und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zukünftig aussehen können.
Geplant sind unter anderem sichere Lkw-Ruhestellplätze, leistungsfähige Ladeinfrastruktur für Pkw und schwere Nutzfahrzeuge sowie hochwertige Sanitär- und Gastronomieangebote. Insgesamt entstehen eine hohe Aufenthaltsqualität sowie Impulse für die touristische Entwicklung der Region. Der Hub soll ein erster wichtiger Schritt für die Standortentwicklung am Autobahndreieck Jackerath sein. Für die weitere Umsetzung werden private Investoren und Entwickler gesucht.
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Ansprechpartnerin
Julia Mulder-Penners
Projektkoordinatorin
