Innovationsraum nach dem Tagebau

Neue Formen des Lebens und Arbeitens

Nach dem Ende des Braunkohletagebaus entsteht großflächig neuer Raum für neue Nutzungen. In den kommenden Jahren werden Studien und Planungen zu Teilbereichen des Innovation Valley Garzweiler erstellt. Diese umfassen unter anderem die Masterplanung des zukünftigen Sees und seiner Nutzungsmöglichkeiten, die derzeit entwickelt werden. Ein Schwerpunkt sind Konzepte für Entwicklungsstandorte zum Wohnen oder für neue Gewerbeansiedlungen. Als mögliche Bausteine sind sogenannte Wissens- und Innovationshubs vorgesehen – also Schwerpunktgebiete für Innovationen. Idealerweise siedeln sich hier Neugründungen oder Außenstellen vorhandener Einrichtungen an, die neue Geschäftsfelder abseits der Stadt in einer exponierten Lage suchen. In der Tagebaufolgelandschaft besteht viel Potenzial für einen großflächigen Demonstrationsraum, in dem die Zukunft von Wohnen und Arbeiten in einer hochproduktiven Landschaft des 21. Jahrhunderts erprobt wird.

Der Innovationsraum Garzweiler steht für die langfristige Entwicklung einer Region im Wandel. Dort, wo der Tagebau Garzweiler über Jahrzehnte Landschaft und Wirtschaft geprägt hat, entsteht in den kommenden Jahren ein neuer Zukunftsraum. Ein zentrales Element dieser Entwicklung ist der künftige Garzweiler See.
Der Garzweiler See ist mehr als ein landschaftliches Folgeprojekt. Er steht symbolisch für den Wandel des Rheinischen Reviers: von der Braunkohle hin zu neuen Formen von Wirtschaft, Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Forschung und Innovation.

Eckpunkte
der Planungen

In den kommenden Jahren entstehen im Innovation Valley Garzweiler Machbarkeitsstudien und Teilplanungen. Bereits heute gibt es Ideen für die künftige Gestaltung der Tagebaufolgelandschaft. Diese wurden zum Teil bereits in der Leitentscheidung Braunkohle 2023 der NRW-Landesregierung aufgenommen. Die bisher konkreten Teilplanungen:

Sogenannte Wissens- und Innovationshubs sollen Schwerpunktgebiete für Innovationen werden. Dort können sich Unternehmen mit der Wissenschaft zu Themen- und Branchenclustern vernetzen. Idealerweise siedeln sich hier Neugründungen oder Außenstellen vorhandener Einrichtungen an, die neue Geschäftsfelder abseits der Stadt in einer exponierten Lage suchen.

Nach derzeitigem Stand wird der entstehende See nach Abschluss der Befüllung eine Fläche von etwa 2.200 Quadratmetern und eine Tiefe von etwa 160 Metern aufweisen. Die Befüllung erfolgt unter anderem mit Rheinwasser und soll 2036 beginnen. Bis zur kompletten Befüllung werden mehrere Jahrzehnte vergehen. Auch die touristische Entwicklung der Region rund um den See zählt zu den Aufgaben.

Die Wissens- und Innovationshubs sollen Ausgangspunkt für die weitere gewerbliche Entwicklung und neue Siedlungen, die durch die wachsende Attraktivität der Region – Stichwort neuer See – befördert werden.

Ansprechpartnerin

FAQ

Der Garzweiler See entsteht nach dem Ende des Tagebaus Garzweiler. Er ist Teil der langfristigen Rekultivierung und Entwicklung der Tagebaufolgelandschaft im Rheinischen Revier. Der Masterplan Garzweiler See beschreibt die langfristigen Entwicklungsperspektiven für den See und sein Umfeld.

Der Garzweiler See ist ein zentrales Zukunftsbild im Strukturwandel des Rheinischen Reviers. Der Masterplan zeigt Entwicklungsperspektiven für den See und sein Umfeld auf und schafft Orientierung für die langfristige Entwicklung von Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft, Freizeit, Tourismus und Innovation.

Tagebaufolgelandschaft bezeichnet die Landschaft, die nach dem Ende eines Tagebaus rekultiviert und langfristig weiterentwickelt wird. Dabei werden ökologische, wirtschaftliche und räumliche Aspekte ebenso berücksichtigt wie die zukünftige Nutzung des Gebiets.