Präsentation Innovationsmonitor 2024

Präsentation Innovationsmonitor 2024

Wirtschaft im Aufbruch: zukünftige Fortschritte durch Innovationskraft

Auf Basis einer breit angelegten Analyse bietet der Innovationsmonitor 2024 eine Bestandsaufnahme des aktuellen Innovationsgeschehens in Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss, der Stadt Mönchengladbach und im Kreis Heinsberg und ebnet den Weg für weitere Innovationsaktivitäten.

Die Vorstellung des Innovationsmonitors findet am Montag, 11. März 2024, im Areal Böhler in Meerbusch statt. Lernen Sie das Innovationspotenzial kennen und vernetzen Sie sich mit anderen Unternehmen aus der Region.

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.innovation-valley.de/anmeldung-innovationsmonitor

Die Einladung zur Vorstellung des Innovationsmonitors finden Sie unter diesem Link hier.


Tagebau Garzweiler: Start für Masterplanung des Sees

Erste Schritte zur Erarbeitung eines Masterplans für den zukünftigen See am Tagebau Garzweiler: Der Auftaktworkshop fand in Erkelenz statt. Fotos: Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler

Tagebau Garzweiler: Start für Masterplanung des Sees

Unter Federführung des Zweckverbandes LANDFOLGE Garzweiler hat der erste Schritt zur Erarbeitung eines Masterplans für den zukünftigen See begonnen, der nach Beendigung des aktiven Braunkohletagebaus entstehen wird. In Erkelenz trafen sich Expertinnen und Experten aller Mitglieder des Zweckverbandes zum Auftaktworkshop. Für die Aufgabe wurde das Aachener Planungsbüro RHA Reicher Haase Assoziierte GmbH zusammen mit dem Landschaftsarchitekturbüro club94 und dem Büro projectM beauftragt.

Planungen an vorgezogenen Braunkohleausstieg anpassen
Das erste Treffen diente insbesondere dazu, bisherige Planungen auszuwerten und den grundsätzlichen Aktualisierungsbedarf des bestehende Strukturentwicklungskonzepts festzustellen. Der Grund: Der auf 2030 vorgezogene Ausstieg aus der Braunkohleverstromung hat erhebliche Änderungen in der Lage rekultivierter Flächen und des zukünftigen Sees zur Folge. Er befindet sich nun weiter östlich und wird eine andere Form haben, als es ursprünglich einmal geplant war.

Erst jetzt können die Nutzungsziele an den Ufern und die räumlichen Verteilung von Naturflächen, Landwirtschaft, Infrastruktur, Freizeiteinrichtungen oder Siedlungen genauer geplant werden. Insgesamt bietet der See ein großes Potenzial, die Region noch attraktiver zu machen.

Breite Beteiligung geplant
In den kommenden Monaten soll die inhaltliche Arbeit am Masterplan in mehreren Schritten erfolgen. So ist im Mai ein Werkstattverfahren geplant, in das Verwaltung, Politik, aber auch die breite Öffentlichkeit eingebunden werden sollen. Darüber hinaus ist eine Online-Befragung für die Menschen der Region geplant. Im September 2024 findet in den an den zukünftigen See angrenzenden Ortsteilen eine Beteiligung der Bürgerschaft statt. Ziel ist es, den Prozess in etwa einem Jahr erfolgreich abzuschließen.

Der künftige See wird ab 2035 über eine Rheinwassertransportleitung von Dormagen aus kontrolliert über mehrere Jahrzehnte befüllt. In seiner endgültigen Form wird er rund 2.200 Hektar groß und über 165 Meter tief sein.


Innovativ aktiv: Unternehmen im Porträt

Zahlreiche Unternehmen im Gebiet des Innovation Valley Garzweiler mit der Stadt Mönchengladbach sowie den Kreisen Heinsberg und Rhein-Kreis Neuss machen es vor: Funktionierende Innovationsprozesse bilden das Herzstück erfolgreicher Unternehmen, die an der Spitze sind – oder dort hinwollen. Innovation Valley Garzweiler stellt regelmäßig Unternehmen vor, für die Neugier auf Neues und Impulse für Innovationen Teil ihrer Gene sind. Eines davon: SK UV Gele aus Mönchengladbach.

Nicole und Oliver Simon führen die SK UV Gele GmbH aus Mönchengladbach. Das Paar fördert das Innovationsmanagement in seinem Unternehmen aktiv. Mit der Produktinnovation SUVANARO produziert es ein UV-Gel auf der Basis nachwachsender Rohstoffe. Alle Fotos: SK UV Gele

SK UV Gele GmbH: der Private-Label-Hersteller für hochwertige UV-Gele made in Germany

SK UV Gele GmbH ist ein führendes B2B-Kosmetikunternehmen in Europa, das sich auf die Entwicklung und die Produktion von innovativen und hochwertigen UV-Gelen spezialisiert hat. Im Portfolio befinden sich über 1.800 verschiedene Farben und mehr als 10.000 Produktvarianten – stetig wachsend. Durch die kontinuierliche Forschung und Entwicklung und eine Leidenschaft für Qualität, Innovation und Exzellenz definiert SK UV Gele die Grenzen der Nagelkosmetik neu. Das Unternehmen entwickelt Produkte, die nicht nur zur Ästhetik beitragen, sondern auch umweltbewusst sind und durch eine kundenorientierte und effiziente Vertriebs- und Lieferstrategie sowie ein starkes Netzwerk von Partnern die Balance zwischen erstklassiger Produktqualität und einer herausragenden Kundenerfahrung erreichen.

Wie kommt es zu dem innovativen Produkt?

Nicole Simon: Seit über 30 Jahren bewege ich mich in der Kosmetik- und Nagelbranche. Mit als eine der ersten war ich bei der Entstehung der Nagelindustrie mit an Bord. Gemeinsam mit meinem Mann Oliver, der ebenfalls über viele Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von UV-Gelen verfügt, führe ich unser Familienunternehmen mit viel Herz und Kreativität. Uns war und ist es ein Bestreben, die Kosmetik- und Nagelindustrie mit ihren Produkten zu revolutionieren und die Eigenschaften der lichthärtenden Gele stets zu verbessern und zu perfektionieren. Durch Qualität, Zuverlässigkeit und Zielstrebigkeit, sowie unseren hohen Anspruch ist unser Unternehmen auf dem nationalen und internationalen Markt fest positioniert.

Was macht Ihr innovatives Produkt so einzigartig?

Dank unserer eigenen Entwicklung und Produktion im Haus sowie des persönlichen und engen Kontakts zu unseren Rohstofflieferanten können wir schneller als unsere Mitbewerber auf Trends und Innovationen reagieren und diese umsetzen, um somit unseren Kunden den Vorsprung am Markt zu bieten. Maßgeschneiderte UV-Gele, perfekte Qualität nach den Wünschen unserer Kunden: Das ist für uns ein selbstverständlicher Service. Neben unserer umfangreichen Produktpalette bieten wir unseren Kunden an, individuelle UV Gele nach ihren speziellen Anforderungen und Qualitätsstandards herzustellen. Egal, ob es besondere Ansprüche an Qualität, Inhaltsstoffe, Viskosität oder Pigmentierung gibt – inklusive der individuellen Umsetzung auf dem Produkt mit eigenem Kundenlabel, Etikettierung, Verpackung und Versand. Mit unserer Produktinnovation SUVANARO sind wir weltweit das erste Unternehmen das UV-Gele auf der Basis nachwachsender Rohstoffe produziert. Ein weiterer Schritt zu einer ökologischen und ressourcensparenden Produktion. Sich immer wieder den Herausforderungen zu stellen und Lösungen zu finden, sind Ansporn und Ehrgeiz zugleich für uns.

Was bedeutet für Sie „Innovation“?

Innovation beinhaltet Kreativität, Risikobereitschaft und die Fähigkeit, etablierte Denkmuster zu überwinden, um frische Lösungen und Ansätze zu entwickeln. In unserem Unternehmen spielen eigene Innovationen eine entscheidende Rolle bei der Förderung des Fortschritts und der Motivation unserer Mitarbeiter. Die Innovationskultur in unserem Unternehmen spiegelt sich nicht ausschließlich in der Entwicklung von neuen Produkten wieder, sondern ebenso in der Optimierung und im Überdenken von Prozessen und Arbeitsabläufen.

Wie betrachten Sie Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft? Welche Erfahrungen haben Sie zu diesem Kooperationsmodell gemacht?

Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft können oft von beiderseitigem Nutzen sein. Die Zusammenarbeit ermöglicht es uns, von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Innovationen zu profitieren, während die Wissenschaft von praktischer Anwendung und finanzieller Unterstützung durch die Wirtschaft profitiert. Weder ein positiver noch negativer Erfahrungsbericht liegt uns bis dato vor.

Was würden Sie anderen Unternehmen bei dem Innovationsprozess raten?

Mitarbeiter fördern, bestärken, motivieren und unterstützen in ihrem Innovationsdenken. Offen sein für Ideen und Anregungen. Tools einführen die es allen Mitarbeitern leicht machen, egal aus welcher Abteilung, ihre eigenen Innovationen mitzuteilen um sie nach Entscheidung mit vorantreiben zu können. Zum Beispiel gibt es in unserem Unternehmen ein offenes digitales Innovationsprojekt, in dem alle Mitarbeiter drauf zugreifen und ihre Ansätze und Ideen einbringen können. In einem monatlichen Innovationsmeeting wird dies in einer kleineren Runde (Ideen-Team, aus jeder Abteilung ein Beauftragter) ausgewertet. Auf der Grundlage fällt die Entscheidung, welche Innovation und Idee es in die Umsetzung schaffen.

Was benötigt ein Unternehmen, Ihrer Meinung nach, um Innovationen vorantreiben zu können?

Eine von der Geschäftsleitung gelebte Innovationskultur sowie der offene und fördernde Umgang mit Ideenansätzen der Mitarbeiter sind die Grundpfeiler für das Vorantreiben und Umsetzen von Innovationen. Innovation beinhaltet Kreativität, Risikobereitschaft und die Fähigkeit, etablierte Denkmuster zu überwinden, um frische Lösungen und Ansätze zu entwickeln.

Welche Chancen sehen Sie im Innovation Valley Garzweiler?

Das Innovation Valley Garzweiler bietet uns die Chance, gemeinsam Innovationen in der Region und mit der Region zu gestalten. Daraus können sinnvolle Kooperationen im Netzwerk entstehen, um sich gegenseitig mit den eigenen Expertisen zu unterstützen und voneinander zu profitieren.

Mehr über SK UV Gele unter:

www.sk-uvgele.de

Vernetzen unter:

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Innovativ aktiv: Unternehmen im Porträt

Zahlreiche Unternehmen im Gebiet des Innovation Valley Garzweiler mit der Stadt Mönchengladbach sowie den Kreisen Heinsberg und Rhein-Kreis Neuss machen es vor: Funktionierende Innovationsprozesse bilden das Herzstück erfolgreicher Unternehmen, die an der Spitze sind – oder dort hinwollen. Innovation Valley Garzweiler stellt regelmäßig Unternehmen vor, für die Neugier auf Neues und Impulse für Innovationen Teil ihrer Gene sind. Eines davon: HCM aus Mönchengladbach.

2021 übernahm Johannes Kieschke das Unternehmen und entwickelt HCM seitdem gemeinsam mit seiner Frau Henrike kontinuierlich weiter. Alle Fotos: HCM

HCM: aufstrebendes Unternehmen für Hygiene- und Verbrauchsmaterial

HCM ist ein aufstrebender Großhandel für Hygiene- und Verbrauchsmaterial. Das 1995 gegründete Unternehmen wurde zum 1. Januar 2020 im Zuge einer Nachfolgeregelung von Johannes Kieschke und seiner Frau Henrike übernommen. Zu den Kunden zählen Unternehmen, Kitas, Labore, Arztpraxen, Hotel- und Gaststättenbetriebe, Werkstätten und Gebäudereiniger. Von Mönchengladbach aus beliefert HCM Hygiene- und Verbrauchsmaterialen: bedarfsgerecht, zuverlässig und pünktlich. Neben dem Großhandel gibt es zwei weitere Säulen im Geschäft von HCM. Das Unternehmen vertreibt Reinigungsroboter verschiedener Hersteller und übernimmt Objekte in der Unterhaltsreinigung. Das rasante Wachstum der letzten Jahren führte 2023 zum Umzug in einen deutlich größeren Standort.

Die autonome Reinigungsrobotik ist ein wegweisendes Produkt, das derzeit die Reinigungsbranche revolutioniert. Die Roboter sind darauf ausgelegt, sich verschiedenen Umgebungen anzupassen und mit einer Vielzahl von Reinigungsszenarien umzugehen. Mögliche Einsatzorte umfassen Büros, Produktionshallen, Kitas, Flure und Eingangsbereiche. Durch ihre Autonomie entlasten sie das Reinigungspersonal und ermöglichen es ihnen, sich auf komplexere Aufgaben zu konzentrieren. Mit diesen innovativen Produkten wird nicht nur eine effiziente Reinigungslösung geboten, sondern es wird auch dazu beigetragen, Arbeitsabläufe zu optimieren, Hygienestandards zu verbessern und Ressourcen effektiver zu nutzen

Wie kam es zu dem innovativen Produkt/ der innovativen Dienstleistung?

Für Unternehmen ist es entscheidend, die Trends in ihrer Branche im Auge zu behalten. Der Fachkräftemangel ist auch in der Reinigungsbranche präsent. Und daher ist die automatisierte Unterhaltsreinigung von Flächen durch Robotik ein zukunftsweisendes Thema. Angesichts des erwarteten Rückgangs im Corona-Geschäft war für uns klar, dass autonome Reinigungsrobotik künftig ein fester Bestandteil unseres Produktportfolios sein soll.

Was macht Ihr innovatives Produkt/ Ihre innovative Dienstleistung so einzigartig?

  • Geringere Abhängigkeit von Mitarbeitenden oder Gebäudereinigern (Krankheit, Urlaub, …)
  • Entlastung der Mitarbeitenden von eintönigen Aufgaben (bei Reinigung in Eigenverantwortung)
  • Flexibilisierung von Aufgaben (Abend- und Nachtstunden)
  • Niedrigere Kosten durch höhere Reinigungsfrequenz
  • Höhere Reinigungsfrequenz, dadurch geringere Anschmutzung
  • Positive Resonanz intern wie extern
  • Besseres Qualitätsmanagement durch Nachweisbarkeit gereinigter Flächen über App
  • Innovation bedeutet Möglichkeit für externe Kommunikation zum Beispiel über Social Media

Was bedeutet für Sie „Innovation“?

„Innovation“ bedeutet für uns bei HCM den fortwährenden Prozess, neue Ideen, Konzepte oder Technologien zu entwickeln und umzusetzen, um bestehende Lösungen zu verbessern oder völlig neue Wege zu gehen.

Wie betrachten Sie Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft? Welche Erfahrungen haben Sie zu diesem Kooperationsmodell gemacht?

Obwohl wir bisher keine direkten Erfahrungen mit solchen Kooperationen gesammelt haben, erkennen wir den Wert der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Diese Partnerschaft ermöglicht den direkten Realtransfer von Ideen, wodurch wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in praktische Anwendungen überführt werden können, was sowohl für Unternehmen als auch für die Gesellschaft bedeutende Vorteile mit sich bringt.

Was würden Sie anderen Unternehmen bei dem Innovationsprozess raten?

  1. Kundenzentriertes Denken: Priorisieren Sie die Bedürfnisse und Erfahrungen Ihrer Kunden, um Innovationen zu entwickeln, die gezielt auf deren Anforderungen und Probleme eingehen.
  2. Agilität: Implementieren Sie flexible Prozesse, die schnelle Anpassungen ermöglichen, um rasch auf Veränderungen im Markt und Kundenfeedback reagieren zu können.
  3. Trends: Bleiben Sie kontinuierlich über aktuelle und aufkommende Trends in Ihrer Branche informiert, um Chancen für Innovationen zu erkennen und relevante Marktbedürfnisse zu bedienen.

Was benötigt ein Unternehmen, Ihrer Meinung nach, um Innovationen vorantreiben zu können?

Um Innovationen voranzutreiben, bedarf es einer Unternehmenskultur, die Kreativität und Risikobereitschaft fördert. Zudem ist der Zugang zu Fördermitteln, Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Unternehmen sowie Impulse durch von öffentlichen Organen oder privaten Initiativen betriebene Anstrengungen in der Wirtschaft entscheidend, um Ressourcen für innovative Entwicklungen zu mobilisieren und zu unterstützen.

Welche Chancen sehen Sie im Innovation Valley Garzweiler?

Das Innovation Valley Garzweiler hat das Potenzial, ehemalige Kohleabbaugebiete in eine Landschaft der Innovation zu verwandeln. Diese Umgestaltung kann nicht nur wirtschaftliche Impulse durch innovative Unternehmen und Arbeitsplätze bringen, sondern auch als Vorreiter für nachhaltige Technologien dienen und Talente anziehen. Zudem bietet es eine einzigartige Möglichkeit zur engen Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Universitäten, was zu neuen Durchbrüchen und einer starken, gemeinschaftlichen Vision für die Zukunft führen kann

Mehr über HCM unter:

www.hcm-hygiene.de und www.hcm-robotik.de

Vernetzen bei LinkedIn unter:

HCM Hygiene | LinkedIn


Neuer Projektflyer zum Innovation Valley Garzweiler verfügbar

Der neue Informationsflyer für das Strukturwandelprojekt Innovation Valley Garzweiler ist da. Im Bild: die Titelseite.

Strukturwandelprojekt kompakt dargestellt

Neuer Projektflyer zum Innovation Valley Garzweiler verfügbar

Der neue Flyer zum Innovation Valley Garzweiler ist da. Er gibt einen Überblick über den Hintergrund sowie die Ziele des Strukturwandelprojekts. Außerdem stellt er die Hauptthemen vor: von der Planung des Innovationsraums über die Innovationsberatung für Unternehmen bis hin zum Aufbau eines neuen Innovationsmonitors für die regionale Wirtschaft. Der Flyer kommt dabei in einem neuen, frischen Design daher, der den Innovationscharakter des Projekts unterstreicht. Dieses wird nun sukzessive auf weitere Kommunikationsmittel wie die Website übertragen. Die Veröffentlichung des Flyers bildet den Auftakt für weitere Maßnahmen, um das Innovation Valley Garzweiler noch breiter nach außen zu präsentieren.

Zum Flyer hier klicken


Erster TRIZ-Workshop: Innovation in Theorie und Praxis

Theorie des erfinderischen Problemlösens: Bei JHT in Geilenkirchen fand der erste TRIZ-Workshop des Innovation Valley Garzweiler statt.

Erfinderisches Problemlösen

Erster TRIZ-Workshop: Innovation in Theorie und Praxis

Innovation in der Theorie verbunden mit einem Blick hinter die Kulissen eines innovativen Unternehmens: Innovation Valley Garzweiler war zu einem TRIZ-Workshop zu Gast bei JHT in Geilenkirchen. TRIZ steht als spezielle Methodik für die Theorie des erfinderischen Problemlösens..

„Inventive Problem Solving“ lautet ein anderer Name für die Methode. Sie basiert auf dem Ansatz, dass sich manche Herausforderungen in verschiedenen Bereichen wiederholen, und bietet viele Techniken und Werkzeuge, um Lösungen zu identifizieren und auf den jeweiligen Kontext anzuwenden. Ziel der Innovationsmethode ist es, effiziente und zuverlässige Lösungen zu finden, bei denen jedoch gleichzeitig auf bewährte Prinzipien und Erfahrungen zurückgegriffen wird.

Theorie und Praxis kompakt verbunden
Interessierte aus regional ansässigen Unternehmen aus dem Raum des Innovation Valley Garzweiler trafen sich bei dem aufstrebenden Unternehmen im Bereich Beschichtung, Schweißen und artverwandte Verfahren sowie Maschinenbau. JHT-Geschäftsführer Alexander Houben gab einen Einblick in sein Unternehmen. Dabei stellte er unter anderem den 3D-Druck mit metallischen Werkstoffen vor.

Ausgangspunkt des von ZENIT organisierten Workshops war die Einführung in die TRIZ-Thematik selbst. Die Expertin Olga Eckhardt aus der Schweiz verdeutlichte die verschiedenen Stufen des Modells. Im Rahmen des aktiven Workshop-Teils testeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die TRIZ-Methodik anhand verschiedener Fallbeispiele.

Haben Sie Interesse an einem der mehrstündigen Workshops oder weiteren öffentlich geförderten Angeboten des Innovation Valley Garzweiler? Dann wenden Sie sich bitte an Alexandra Veit.


Auftakt der „Innovation Rallye“ in Mönchengladbach

Erfolgreicher Auftakt: Die Innovation Rallye im Innovation Valley Garzweiler startete in Mönchengladbach. Im Bild: das Team hinter dem Strukturwandelprojekt. Fotos: WFMG

Netzwerken

Auftakt der „Innovation Rallye“ in Mönchengladbach

In Mönchengladbach ist die „Innovation Rallye im Innovation Valley Garzweiler“ gestartet. Die erste von drei Veranstaltungen fand bei der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH (WFMG) mit 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Unternehmen und der Wissenschaft statt. Begrüßt wurden sie von WFMG-Geschäftsführer Friedhelm Lange, die Moderation übernahm Rafael Lendzion ebenfalls von der gastgebenden WFMG.

Dr. Dr. Karsten W. Lemke vom Projektpartner Zenit GmbH stellte Möglichkeiten zur Beantragung von Fördermitteln aus dem Strukturwandel für die Region vor – Stichwort unter anderem Zukunftsgutscheine im Rheinischen Revier – und zeigte die Vorteile eines Innovations-Check-Ups auf.

Innovationen in der Praxis
Der Fokus der Veranstaltung lag auf dem Austausch praktischer Erfahrungen und vorbildlicher Beispiele für erfolgreiche Innovationen. Zum Auftakt der Veranstaltung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Informationen rund um die aktuellen Innovationsprojekte im Strukturwandel aus Mönchengladbach wie dem Wissens- und Innovationscampus, der Gründungsfabrik sowie der Textilfabrik 7.0. Zudem führte Johannes Kieschke, Geschäftsführer von HCM Hygiene, einen Reinigungsroboter für das gewerbliche Umfeld vor. Manfred Langen, Geschäftsführer der Langen Consulting Engineering GmbH, stellte die innovative Intralogistik vor. Diese kommt zum Beispiel bei RWE im Rheinischen Revier zum Einsatz.

Zudem präsentierten im Rahmen der Netzwerkveranstaltung mehrere Teilnehmende in einem Innovations-Pitch ihre Ideen: Ulrike Deitmer von imat-uve aus Mönchengladbach, Christof Brockers von QsQ Werkzeug- und Vorrichtungsbau aus dem Kreis Heinsberg sowie Gavin Garske von humbee solutions GmbH aus dem Rhein-Kreis Neuss.

Rallye mit zwei weiteren Etappen geplant
Das erste lokale Netzwerktreffen der „Innovation Rallye im Innovation Valley Garzweiler“ ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die sich im Innovation Valley Garzweiler an anderer Stelle fortsetzt. Nach Mönchengladbach finden weitere Treffen bei der Wirtschaftsförderung Rhein-Kreis Neuss (12. Dezember 2023) sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg mbH (20. Februar 2024) statt.

>> Zu den Terminen


Zukunftsagentur Rheinisches Revier: neue Förderperiode im Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“

Modellprogramm

Zukunftsagentur Rheinisches Revier: neue Förderperiode im Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“

Insgesamt zwei Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) auch in diesem Jahr für das Bundesmodellprogramm „Unternehmen Revier“ dem Rheinischen Revier zur Verfügung. Im September startet die neue Förderperiode, für die sich Unternehmen aus der Region bis zum 10. November bewerben können.

Mit bis zu 200.000 Euro (Verbundvorhaben bis zu 800.000 Euro) können neuartige Projekte, die auf den Strukturwandel im Rheinischen Revier einzahlen, mit den Mitteln des BMWK gefördert werden. Neu in dieser Förderperiode ist der Fokus auf Projekte von und mit kleinen und mittelständischen Unternehmen im Rheinischen Revier. Interessierte können sich ab sofort in einem zweistufigen Verfahren bewerben.

Der diesjährige Aufruf ist themenoffen, jedoch werden insbesondere Projekte mit dem Schwerpunkt „Nachhaltiges Wirtschaften“ gesucht. Das können Projekte sein, die Rest- und Abfallstoffe in der Produktion innovativ nutzen, Maßnahmen, die zu Energie- und Ressourceneinsparungen führen oder die Einführung neuer, nachhaltiger Produkte. „Ich kann Unternehmen nur ermutigen, sich am Programm zu beteiligen und so die Chance zu nutzen, neue, kreative und innovative Lösungsansätze zu entwickeln und damit neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Vor allem geht es darum, sich als Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und somit dem Strukturwandel präventiv zu begegnen“, so Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH.

Unterstützungsangebote der ZRR
Bei der Entwicklung von Ideen erhalten die Unternehmen Unterstützung: Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier bietet sowohl Informationsveranstaltungen als auch individuelle Beratung an. „Das Besondere an diesem Förderprogramm ist, dass sowohl Investitionen als auch Personalkosten förderfähig sind. Ein unternehmensgetriebenes Projekt kann also ganzheitlich konzipiert und gefördert werden – und das im Vergleich zu anderen Förderprogrammen recht schnell“, erklärt Philipp Koerfer, Ansprechpartner für „Unternehmen Revier“ bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, die Vorteile des Programms.

Termine der Informationsveranstaltungen
Zur Teilnahme an dem Programm ist ein Beratungstermin mit der Zukunftsagentur verpflichtend, die gemeinsam mit den interessierten Unternehmen die Fördermöglichkeiten und Perspektiven einer Projektidee auslotet und eine Strategie zur Umsetzung des Vorhabens erarbeitet. Ideen, die noch in den Kinderschuhen stecken, können gemeinsam mit der Zukunftsagentur auf die nächste Ebene gehoben werden.

Gemeinsam mit der Bezirksregierung Köln bietet die Zukunftsagentur zwei virtuelle Informationsveranstaltungen für Interessierte an:
21. September 9:30 Uhr bis 11 Uhr und am 12. Oktober 15:00 bis 16:30 Uhr. Die Zugangsdaten erhalten Interessierte nach Anmeldung via E-Mail an unternehmen-revier@rheinisches-revier.de.

Termine für Beratungstage
Darüber hinaus steht die Zukunftsagentur für individuelle Fragen am 18. und 25. Oktober 2023 oder auf Anfrage zur Verfügung. Alle Interessenten werden gebeten, sich frühzeitig mit Terminwünschen unter unternehmen-revier@rheinisches-revier.de zu melden.

Modellvorhaben läuft seit 2017
Das Modellvorhaben „Unternehmen Revier“ gestaltet seit 2017 aktiv den Strukturwandel in der Braunkohleregion Rheinisches Revier. Als etabliertes Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt es jährlich mit zwei Millionen Euro zukunftsweisende Projektideen, die auch eine über die Region hinausragende Strahlkraft haben. Die Projekte sind vielfältig und reichen von Themen wie Wasserstoff-Technologie über regenerativen Obstbau bis hin zum Tourismus.

Ansprechpartner sowie weiterführende Informationen zum Aufruf unter www.rheinisches-revier.de/wie/foerderung/unternehmen-revier-2 bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier.


Innovativ aktiv: Unternehmen im Porträt

Zahlreiche Unternehmen im Gebiet des Innovation Valley Garzweiler mit der Stadt Mönchengladbach sowie den Kreisen Heinsberg und Rhein-Kreis Neuss machen es vor: Funktionierende Innovationsprozesse bilden das Herzstück erfolgreicher Unternehmen, die an der Spitze sind – oder dort hinwollen. Innovation Valley Garzweiler stellt regelmäßig Unternehmen vor, für die Neugier auf Neues und Impulse für Innovationen Teil ihrer Gene sind. Eines davon: die BODYVISION Technology GmbH aus Mönchengladbach.

Ann-Catherin Büschkens-Götz und Lara Zampese (unten). Alle Fotos und Illustrationen: BODYVISION

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BODYVISION: Innovative Textiltechnik für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität

Wer wir sind – was uns ausmacht
Lara Zampese: Die BODYVISION Technology GmbH ist ein textiles Forschungsunternehmen in Mönchengladbach. Durch ein junges, dynamisches wissenschaftliches Team bieten wir die Entwicklung textiler Lösungskonzepte für Produkte im Bereich des so genannten Feuchtigkeits- und Flüssigkeitsmanagement. Seit der Gründung im Jahr 2017 ist unsere Unternehmensphilosophie geprägt von Innovationskraft in Forschung und Technik für den Textilbereich sowie dem Bestreben, das Leben betroffener Personengruppen nachhaltig zu verbessern.
Unsere tägliche Arbeit umfasst – neben der Erforschung und Herstellung funktionaler Textilien für verschiedene Anwendungsbereiche – die prozessbasierte Begleitung unserer Kunden bei der Realisierung innovativer, feuchtigkeitsabsorbierender, maßgeschneiderter und nachhaltiger Produktlösungen. Dabei reicht das Spektrum unserer qualitativ hochwertigen BODYVISION Technology über die Anwendung bei Inkontinenz- und Hygieneartikeln, Artikeln für Kliniken und Krankenhäuser sowie Sport und Freizeit bis hin zu Produktmöglichkeiten für Veterinär und Automotive.

Was zeichnet Ihr innovatives Produkt aus?
Ann-Catherin Büschkens-Götz: Wir haben durch jahrelange, intensive Forschungsarbeit im Jahr 2020 gemeinsam mit dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein die BODYVISION-Technologie entwickelt.
Durch die spezielle Konstruktion der Technologie, die zwischenzeitlich patentiert wurde, ist es in einem Baukastensystem möglich, das Funktions- und Anforderungsprofil verschiedener Anwendungsgebiete und Produktgruppen für den Bereich Flüssigkeits- und Feuchtigkeitsmanagement anzupassen.

Wie verlief die Entwicklung Ihres Produktes?
Lara Zampese: Bereits 2012 ist die Grundidee innerhalb der Gründerfamilie entstanden, ein funktionales Mehrwegprodukt zu entwickeln. Dies war der Beginn unserer langen Reise, die heute in einem jungen dynamischen Unternehmen mündet. In der Zeit nach 2012 wurde an dieser Idee, ein Mehrwegprodukt für Inkontinenzleidende zu entwickeln, auch zeitweise mit anderen Unternehmen gearbeitet.
Ab 2017 haben wir uns dann entschieden, unseren eigenen Weg einzuschlagen, da die Kooperationen aus unserer Sicht nicht in die richtige Richtung gingen und unsere Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit und Komfort nicht erreicht wurden. Im Jahr 2018 begann dann die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein, und wir entwickelten gemeinschaftlich unsere heutige, patentierte BODYVISION Technology.

Was macht Ihr innovatives Produkt so einzigartig?
Ann-Catherin Büschkens-Götz: BODYVISION ist ein multifunktionales technisches Textil und die Alternative zu herkömmlichen Einwegprodukten. Durch die spezielle Konstruktion, also den technischen Aufbau, ist es in einem Baukastensystem möglich, die Technologie jeweils an verschiedene Produktgruppen für den Bereich Feuchtigkeits- und Flüssigkeitsmanagement anzupassen. BODYVISION ist einlagig und durch hohe Waschbarkeit wiederverwendbar. Durch den Einsatz verschiedener Materialzusammensetzungen eignet sich unsere Technologie unter anderem für folgende Einsatzgebiete:
– Funktionsunterwäsche,
– Sportwäsche,
– Produkte für Babys und Kinder, beispielsweise waschbare Wickelunterlagen,
– Produkte für Tiere, unter anderem Unterlagen und Decken,
– Produkte für den medizinischen Bereich wie Bettunterlagen für Krankenhäuser oder Wäsche.

Was bedeutet für Sie Innovation?
Lara Zampese: Veränderungen durch kreatives Querdenken oder auch Zukunft gestalten – denn eine Innovation entsteht immer aus einer neuen Idee heraus. Unter Innovation werden jedoch oftmals unterschiedliche Dinge verstanden. Aus Sicht von Unternehmen dienen innovative Produkte in erster Linie dazu, um sich langfristig gewinnbringend am Markt zu etablieren. Dabei kommt es uns allerdings auch noch auf viel mehr an: Unser Ziel ist es, dauerhaft das Leben betroffener Personen mit unseren innovativen Produkten zu verbessern. Auch verbinden wir mit dem Begriff Innovation unseren eigenen ökologischen Fußabdruck, auch wenn der Begriff Nachhaltigkeit fast schon ein bisschen abgedroschen klingt. Aber: Wir haben nun einmal nur diesen einen Planeten, den wir schützen müssen. Unser Ziel bei der Innovation ist es, diese Themen bestmöglich nach unseren heutigen betrieblichen Möglichkeiten zu bündeln und immer weiter zu optimieren. Dies beginnt bei der Entstehung neuer Ideen und endet in unserer Produktion.

Wie betrachten Sie Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft? Welche Erfahrungen haben Sie in solchen Kooperationsmodellen gemacht?
Ann-Catherin Büschkens-Götz: Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sind aus unserer Sicht sehr wichtig! Denn durch die Kanalisierung zweier verschiedene Herangehensweisen können Wissen, Technologien, Produkte oder Dienstleistungen neu erschlossen werden. Die Zusammenarbeit von praxisnaher Erfahrung und dem Know-how unterschiedlicher Forschungsschwerpunkte bieten möglichen Innovationen eine Entstehungsplattform.
Lara Zampese: Wir haben uns seinerzeit für eine Auftrags- und Kooperationsforschung mit dem Fachbereich Textil und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein entschieden. Wir als Unternehmen hatten eine konkrete Idee, jedoch fehlte uns neben der Kapazität für Forschungs- und Entwicklungsprojekte auch das technische Know-how. Bis heute arbeiten wir eng in weiteren Projekten mit der Hochschule zusammen. Darüber hinaus sind durch das Wachstum unseres Unternehmens einige sehr gut qualifizierte Textiltechniker bei uns als Arbeitnehmer tätig, die wir bereits als Bachelor- und Masterabsolventen übernommen haben.

Was würden Sie anderen Unternehmen bei dem Innovationsprozess raten?
Ann-Catherin Büschkens-Götz: Bleiben Sie dran und suchen Sie sich von Anfang an die richtigen Partnerinnen und Partner. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten beinhalten nie eine Erfolgsgarantie. Und bleiben Sie Ihrer Vision treu, auch wenn es Rückschläge gibt getreu dem Motto: „Nur wer stürzt, lernt auch das Laufen.“

Was benötigt ein Unternehmen – Ihrer Meinung nach – um Innovationen vorantreiben zu können?
Lara Zampese: Eine gute Unternehmensentwicklung mit Fokus auf die Mitarbeitenden. Veränderungen müssen von allen gemeinsam gelebt und angenommen werden. Essenziell für eine gute Unternehmensentwicklung ist die Kommunikationskultur im Unternehmen: offene Gespräche führen, Transparenz und Vertrauen schaffen und durch Feedback auch die Leistungen der Menschen zu honorieren. Um das zu schaffen, muss dies von allen Ebenen – auch der Geschäftsleitung – gelebt werden.
Ann-Catherin Büschkens-Götz: Noch etwas kommt hinzu: Geld! Und hier kommt es auf die Wahl der richtigen Investitionspartner an. Diese sollten in jedem Fall die Grundidee des Unternehmens mittragen, denn wenn das Ziel nur der schnelle Profit ist, leidet die Innovation.

Welche Chancen sehen Sie im Innovation Valley Garzweiler?
Lara Zampese: Ganz klar: regionales Networking. Wir freuen uns auf die Entwicklung und Vernetzung neuer regionaler Partnerschaften – die für jedes Unternehmen einen gewerblichen Mehrwert mit sich bringt. Dazu gilt es, Grundideen und Know-how zu teilen und gemeinsam an ökologischen Zielen arbeiten.

 

Mehr über die BODYVISION Technology GmbH unter

www.bodyvision.tech

Linkedin – www.linkedin.com/company/bodyvision-technology


Innovativ aktiv: Unternehmen im Porträt

Zahlreiche Unternehmen im Gebiet des Innovation Valley Garzweiler mit der Stadt Mönchengladbach sowie den Kreisen Heinsberg und Rhein-Kreis Neuss machen es vor: Funktionierende Innovationsprozesse bilden das Herzstück erfolgreicher Unternehmen, die an der Spitze sind – oder dort hinwollen. Innovation Valley Garzweiler stellt regelmäßig Unternehmen vor, für die Neugier auf Neues und Impulse für Innovationen Teil ihrer Gene sind. Eines davon: DIAMANT Polymer GmbH aus Mönchengladbach.

     

Geschäftsführer Carsten Kunde. Foto: DIAMANT

 

DIAMANT: Durch kreative Lösungen Kosten vermeiden und Werte erhalten

Wer wir sind – was uns ausmacht

Die DIAMANT Polymer GmbH in Mönchengladbach ist Spezialist für Polymer-Systeme. Unter dem Begriff werden Verbundwerkstoffe sowie Reparatur- und lmprägniermaterialien verstanden, mit denen Produkte aus Metall ausgebessert, verbessert und langlebiger gemacht werden können. Genutzt werden die Produkte beispielsweise als Reparaturbeschichtung zum Schutz von Rohren, Pumpen, Rohrleitungen und Behältern, zur Korrektur und Ausbesserung fehlerhafter Gussstücke oder zur Herstellung kraft- und formschlüssiger, vollflächiger sowie dauerhaft korrosionsbeständiger Verbindungen ohne mechanische Bearbeitung.

Die Produkte und Dienstleistungen des Familienunternehmens helfen auf diese Weise, Kosten zu vermeiden und Werte zu erhalten. Nutznießer sind Gießereien und die Automobilbranche, der Stahl-, Brücken- und Maschinenbau sowie die Schiffsindustrie.

Alle Produkte der DIAMANT Polymer sind „Made in Germany“. Das heißt: Sie werden in Deutschland formuliert, entwickelt und produziert. Über ein weltweites Vertriebsnetz von mehr als 40 Auslandsvertretungen werden sie danach in die Industriezentren der Welt versendet. Die DIAMANT Polymer agiert mit dem kundenorientierten Denken eines Familienunternehmens und bekennt sich zu Verantwortung für Mensch und Umwelt, aber auch zu kompromissloser Qualität und Leistung.

Was bedeutet für Sie Innovation?

Für mich bedeutet Innovation, dass man durch neue Verfahren, Materialien oder Ideen Verbesserungen erzielt. Innovation sollte immer geplant und kontrolliert erfolgen und nicht dem Selbstzweck dienen, sondern wertschöpfend sein.

Was macht Sie als innovatives Unternehmen aus?

Wir haben uns auf Sonderlösungen mit funktionalen Polymeren spezialisiert. Sonderlösungen bedeutet, dass wir individuell für unsere Kunden entwickeln und Produkte fertigen. Dies bedingt eine Vielzahl von technischen Innovationen und Anwendungen. So haben wir beispielsweise ein hoch druckfestes, kaltaushärtendes Polymersystem entwickelt, das es unseren Kunden im Stahl- und Brückenbau ermöglicht, große Stahlbauteile hochpräzise und dauerhaft miteinander zu verbinden. Das Produkt – auch als Flüssiges Futterblech bekannt – bringt gerade bei der Sanierung von Brücken und älteren Bauwerken erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen. Unsere innovativen Imprägnier- und Infiltartionsprodukte werden in vielen Anwendungen eingesetzt und ständig weiterentwickelt. So nutzt man unsere Versiegler für thermisch gespritzte Schichten z.B. zur elektrischen Isolation von Lager- und Bauteilkomponenten für Elektroautos und für den Schienenverkehr. Eine weitere Anwendung liegt im Bereich von Hochtemperaturversiegelungen. Hier laufen aktuell umfangreiche Versuche bei SpaceX zur Optimierung des Korrosionsverhaltens der Antriebskomponenten an den großen Falcon-Raketen. Ein weiterer innovativer Bereich ist die Additive Fertigung, bei der unsere Infiltrate Bauteile abdichten und unsere funktionalen Vergussmassen neuartige Hybrid-Bauteile möglich machen.

 

Was macht Ihre Produkte einzigartig?

Unsere Produkte sind einzigartig, da Sie zusammen mit unseren Kunden individuell an die Anforderungen angepasst werden. Das führt zu Lösungen, die es bisher auf dem Markt nicht gegeben hat, und zu sich ständig weiterentwickelnden Produkten. Ein Trend, der im Bereich der Chemie auch stark durch Gesetzgebung sowie Umwelt- und Gesundheitsschutz getrieben wird.

Welche Rahmenbedingungen erachten Sie als besonders wichtig, um Ihre Innovationsfähigkeit entfalten zu können?

Innovation kommt nicht von selbst. Wir beschäftigen uns bereits seit mehreren Jahren mit der Weiterentwicklung unserer Produkte und mit der Ausweitung von Anwendungsgebieten für unsere Produkte. Als Traditionsunternehmen in der 5. Generation standen wir bereits vor einigen Jahren vor der Herausforderung, uns neu zu erfinden und uns von Produkten zu verabschieden, die unser Unternehmen über Jahrzehnte geprägt haben. Dies haben wir unter anderem durch die Implementierung eines Innovationsmanagements und den Aufbau einer starken Entwicklungsabteilung erreicht.

Wie betrachten Sie Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft? Welche Erfahrungen haben Sie zu diesem Kooperationsmodell gemacht?

Wir haben überwiegend positive Erfahrungen bei der Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen. Wir sind bereits seit über 15 Jahren in regelmäßigen Projekten mit Hochschulen und Forschungsinstituten und wissen den bilateralen Austausch sehr zu schätzen.

Was würden Sie anderen Unternehmen bei dem Innovationsprozess raten?

Analysieren, planen, umsetzen, kontrollieren. Innovation ist ein Prozess, kein Zufall und kein kurzfristiges Projekt.

Was benötigt ein Unternehmen – Ihrer Meinung nach –, um Innovationen vorantreiben zu können?

Meiner Meinung nach kann jeder innovativ sein. Notwendig dafür ist das richtige Umfeld. Dies setzt eine gewisse Kultur voraus. Innovation muss gewollt sein, Innovation muss gelebt werden. Grundlage für Innovation ist somit eine Unternehmenskultur, die Freiraum für Innovation bietet und diese fordert und fördert.

Welche Chancen sehen Sie im Innovation Valley Garzweiler?

Wir haben in den letzten 15 Jahren verschiedene geförderte Projekte durchgeführt und die Kraft gespürt, die durch solche Projekte entfaltet wird. Im Innovation Valley Garzweiler sehe ich die Chance, eine ähnliche Kraft in der Region zu entfalten und durch spannende Projekte die Region interessant zu machen für dringend benötigte Fachkräfte. In Kooperation mit regionalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehe ich hier eine gute Chance für die Region, um zu wachsen und fit für die Zukunft zu werden.

 

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